Fixed Days 2013

Nachdem die ersten FIXED DAYS im Jahre 2010 auf der Eurobike – der größten Bike-Messe der Welt – stattfanden, wuchs dieses Event kontinuierlich. So war ein Ortswechsel kaum verwunderlich. So entschied man sich nach einem verregneten Event im September 2012 mit den FIXED DAYS nach Berlin umzuziehen. Die Premiere der Berlin-Edition sollte es deshalb im Rahmen der Berliner Fahrradschau geben.

Bereits 2012 durfte FXD NOSTRA der FIXED DAYS Crew bei der Planung und Durchführung unter die Arme greifen. Die FIXED DAYS in Berlin sollten organisatorisch jedoch eine noch größere Herausforderung werden als zuvor. So lag die Organisation des Criteriums, des Sprint Races (in Kollaboration mit den LOOPPEDALERN aus Bochum) sowie des Minidrome‘s in unseren Händen.

Eingeläutet wurden die FIXED DAYS am Freitag mit dem Sprint Race am Velodrom. Die dazu angemietete Sprintstrecke des anliegenden Sportplatzes bot, nach einigen Recherchen, den am besten geeigneten Veranstaltungsort. Anselm vom FAHRTWIND geleitete die Fahrer in einem kleinen Ride zur Strecke. Trotz eisiger Kälte, ließen sich die, aus den verschiedensten Ecken Europas, angereisten Teilnehmer nicht lumpen und so belief sich die Zahl der Starter schlussendlich auf beeindruckende 84.

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Die LOOPPEDALERS aus Bochum führten durch den Ablauf des Rennens. So fuhren die Herren und die Damen Mann gegen Mann bzw. Frau gegen Frau, eine Runde auf der 400-Meter-Bahn um sich für das Finale zu qualifizieren. Aufgrund der sehr hohen Teilnehmerzahl sowie der Kälte und entgegen des ursprünglich geplanten Modus, qualifizierten sich nur die jeweils schnellsten 10 Fahrer bzw. 4 Fahrerinnen aus den Gewinnern der Vorrunden. Im Finale gaben die durchgefrorenen Rider und Riderinnen im Dunkeln nochmal richtig Gas auf der 400m Bahn. Es wurde verbissen gekämpft, doch am erfolgreichsten an diesem Abend waren bei den Herren:

Christian Golz (Schleudergang), Fernando Gutiérrez (Death Lane) und Stefan Schot (8bar Bikes)

Bei den Damen schafften es Simone Schön (Schleudergang), Claudia Weiss (Gorilla) sowie Sandra Thiel (FXD Nostra) auf ‚s Treppchen.

Nach den Sprints hatten die Teilnehmer die Möglichkeit mit Anselm von FAHRTWIND Berlin noch eine Sightseeing-Runde durch Berlin zu drehen oder sich noch einmal beim GOLDSPRINT (präsentiert von F-Punkt) auf dem Messegelände zu verausgaben.

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TAG 2

Der 2. FXD NOSTRA-Orga-Tag stand im Zeichen der Minidrome Qualifikation und der Durchführung des Criteriums. Wer keine Lust auf „Competition“ hatte, konnte sich die Messe anschauen oder sich am GOLDSPRINT Berlin Stand am Ritzelwerfen belustigen und dabei noch Preise von DOCK 11, BLAHOL Messenger Bags und GOLDSPRINT einsacken. Dabei wurde versucht mit Ritzeln die Nägel auf einer Zielscheibe zu treffen. Gar nicht so einfach, wie sich herausstellte, aber äußerst heiß begehrt und sehr spaßig.

Für alle, die sich nicht mit Spielchen begnügen wollten, präsentierten GOLDSPRINT BERLIN und FXD NOSTRA das Minidrome-Race. Dazu traten 7 Fahrerinnen & 25 Fahrer aus verschiedensten Nationen an, um sich im kleinen Holzoval zu messen. Jede Sekunde der Trainingszeit vor der Qualifikation wurde genutzt, wobei man hier schon sehen konnte, dass es sowohl Amateure als auch „Profis“ aufs Minidrome abgesehen hatten. Harte Kämpfe waren zu erwarten. Schon bei der Qualifikation schenkte man sich nichts. Es galt alleine 10 Runden schnellstmöglich zu bewältigen, wobei Bestzeiten von 35,91s bei den Männern und 40,86s bei den Frauen auf der Uhr standen. Bereits hier zeigte sich das fahrerische Können der Rigaer Jungs (TRU-FIX-KRU) und Mädels (SHE FIX CREW). Wen wundert’s, wenn man bedenkt, dass sie in ihrer Heimatstadt ein eigenes Minidrome besitzen. 😉

Die größte Überraschung aber war Patrik, welcher vorher noch nie ein Minidrome gefahren ist und ursprünglich aus dem Vollcross-Bereich kommt. Er registrierte sich erst spontan während der Qualifikation und hat das Feld dann von hinten aufgerollt.

Am Samstagabend standen dann die besten 16 Fahrer für die Finalläufe fest und es versprach ein spannendes Herren-Finale am Sonntag zu werden, denn auch Stefan Schot (8Bar Bikes) & Stefan Zehren (Schindelhauer Bikes) hatten sich für die Finalläufe am Sonntag qualifiziert.

Bei den Frauen waren es die Mädels von SHE FIX, welche sich das Finale sicherten und somit ein kleines Kräftemessen untereinander durchführen konnten. Da das Damen-Finale nur aus 4 Fahrerinnen bestand, wurde dieses auf Wunsch der Mädels direkt im Anschluss auf die Qualifikation ausgetragen. So stand einem ausgelassenen Party-Abend nix im Wege. Ausgetragen wurde dieses im „Catch me if you can!“-Modus.(Zwei Fahrer/-innen starten auf gegenüberliegender Seite des Minidroms und fahren so lange, bis einer den anderen „eingeholt“ hat)

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Es war ein äußerst spannendes Finalen mit Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich schlussendlich Marika und Hristina gegenüberstanden. Die Zuschauer unterstützten und feuerten die beiden lautstark an. Marika konnte schließlich den Lauf für sich entscheiden und war die Siegerin des Minidroms auf den Fixed Days 2013 Berlin.

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Direkt nach dem Finale der Frauen im Minidrom war es nötig, die Halle für das Criterium vorzubereiten. Dazu wurde die MTB-/Trail-Strecke umgebaut und aufgrund des einsetzenden Schneefalles musste der ursprünglich geplante Aussenbereich der Strecke in die Halle verlegt werden. So führte die Strecke dann durch beide Hallen der Messe, umrundete in Halle 1 den MTB-Trial-Track, führte durch das Nadelöhr der Hallentore in Halle 2 und nach einer sehr scharfen Wende dort schließlich wieder zurück in Halle 1.

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Noch während des Aufbaus der Absperrungen für das Criterium registrierten sich die letzten gerade noch rechtzeitig ankommenden Fahrer. Insgesamt hatte sich ein internationales Feld von über 80 hochmotivierten Fahrern eingefunden. Bunt gemischt aus Hobby-Fahrern, Kurieren und professionellen Ridern aus vielen Nationen. Alle waren heiß und kaum, dass die Stecke abgesteckt war, zogen sie ununterbrochen ihre Runden, um sich den Verlauf einzuprägen und sich warm zu fahren.

Wir starteten zuerst die Qualifikationen der Männer in Blöcken von jeweils 12 bis 15 Fahrern. Das gesamte Rennen wurde im Modus eines „Elimination“ Criterium durchgeführt. D.h. in jeder Runde wurde der letzte Fahrer des Feldes aus dem Rennen genommen und die letzten 5 verbliebenen Fahrer qualifizierten sich für die nächste Runde. Da Zeiten keine Rolle spielten, sondern nur die Platzierung unter den letzten 5 gaben die Fahrer sich bereits in den Vorläufen nichts und fuhren den sehr anspruchsvollen Parcours bis zum Limit aus. Es kam zu kleineren Stürzen und leider einem Unfall, bei welchem ein Fahrer in der scharfen Kurve hinter der Steilkurve des MTB-Tracks aus seinen Pedalen rutschte und dadurch aus der Kurve in die Sicherungsmatten stürzte.Leider wurden bei diesem Unfall durch Fahrer und Fahrrad auch zwei Zuschauer verletzt, welchen wir auch auf diesem Weg noch einmal gute Besserung wünschen möchten.

Direkt nach der Vorrunde und einer kleinen Unterbrechung, um die Sicherheitsmaßnahmen wieder herzustellen, teilten wir die 30 Qualifizierten aufgrund der anspruchsvollen Strecke noch einmal in zwei Vorläufe auf, aus welchen sich ebenfalls im Elimination Modus die jeweils letzten 5 Fahrer für das Finale qualifizierten.

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Trotz der leichten Stürze und des Unfalls im Vorlauf gaben die Fahrer noch einmal alles und die Stimmung zwischen den Fahrern und auch im Publikum knisterte vor Spannung.

Vor dem Finallauf der Männer fand das Rennen der Frauen stand, für welches aufgrund der leider geringen Anzahl von teilnehmenden Fahrerinnen keine Vorläufe nötig waren. So traten nach kurzer Aufwärm-Phase auch die Frauen gegeneinander an. Die Frauen gaben alles und fuhren ebenfalls am Limit der Strecke um die Plätze, bis Stefania Baldi aus Italien als letzte und somit Siegerin feststand. Auf die Plätze 2 und 3 hatten es Claudia Weiss (Gorilla) und Simone Schön (Schleudergang) geschafft. Unsere Lokal-Patriotin und FXD Nostra Member Sandra Thiel konnte sich ebenfalls gegen das schnelle Feld behaupten und den 4. Platz erreichen.

Nach einer weiteren kurzen Pause folgte dann das heiß erwartet Finale der Männer. Die Finalisten hatten sofort nach Ende des Rennens der Frauen angefangen sich auf der Bahn warm zu fahren und zu diesem Zeitpunkt war klar zu sehen, dass sie sich im Finale nichts schenken würden. Auch unsere Freunde Max und Stefan von 8bar hatten sich qualifiziert und zählten zu den internationalen Finalisten.

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Da im finalen Lauf der Herren auch der „Last Man Standing“ das Rennen für sich entscheiden sollte, wurde nicht taktiert, sondern alle 10 gaben vom Start an alles. Ein spanischer Fahrer übernahm von Anfang an die Spitze und um die Plätze hinter ihm wurde Runde um Runde hart gekämpft. Keiner der Fahrer wollte sich geschlagen geben und so ignorierte der ein oder andere im Eifer des Gefechts sogar die Anweisung zum Ausscheiden und fuhr noch eine Runde in voller Geschwindigkeit im Feld mit. Bei den Ausgeschiedenen lagen die Emotionen blank und sowohl Helme, als auch Fahrräder wurden am Streckenrand teilweise in die Ecke gefeuert.

Letztendlich konnte sich Mario Paz Duque (Ciclos Noviciado) aus Madrid über das gesamte Rennen an der Spitze behaupten und seine Taktik ging auf. Er verwies Fernando

Gutiérrez Martín (Death Lane) aus Barcelona und unsern Berliner Fahrer Stefan Schot (8bar Bikes) auf die Plätze 2 und 3.

Direkt nach dem Criterium folgte die Siegerehrung des Sprint-Race und Criteriums. Da die FIXED DAYS nicht im Zeichen großer Preise (oder gar Preisgelder) stehen, sondern es hier um Ruhm & Ehre aber eigentlich um den Spaß am freundschaftlichen Wettkampf unter Gleichgesinnten geht, war der Applaus der Menge die größte Honorierung für die Sieger. Nichtsdestotrotz erhielten die erstplazierten, liebevoll in vielen Arbeitsstunden von ADAM und MARCÜS (FXD Nostra) sowie ARNE (Berlin Pädal Bättle!) Hand gefertigte Pokale.

Tag 3

Am Sonntagnachmittag wurde dann, als letztes Event der FIXED DAYS, das Finale der Herren im Minidrome ausgetragen.

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Die Fahrer standen bereits unter Strom und waren heiß darauf, sich erneut zu messen. Auch diesmal hieß es wieder „Catch me if you can!“. Der Ehrgeiz und die Kraft der Fahrer waren so stark, dass auch die Räder unter extremer Belastung standen und es zu kleineren technischen Unterbrechungen kam. Nach und nach lichtete sich das Feld, die Ruhephasen zwischen den Rennen wurden kürzer und die Runden auf der Bahn wurden mehr, da sich nun fast gleichstarke Kontrahenten im Drome befanden. Es war ein kräftezehrendes Rennen. Valters aus Riga traf es ganz hart, er hatte 2 harte und lange Läufe direkt hintereinander, konnte sich am Ende, trotz der hohen Belastung, aber über Platz 3 freuen. Unseren Respekt dafür!!!

Das finale Rennen bestritten Toms & Patrik (ebenfalls aus Riga). Die Menge von Messebesuchern & Radfahrern, welche sich zahlreich um das Minidrom versammelt hatten, war völlig aus dem Häuschen und tobte. Beide Fahrer gaben das Ready, 3…2…1… das Horn ertönt. Sie traten in die Pedalen und gaben alles. Zunächst hielten sie den gleichen Abstand zueinander und kämpften wie verrückt. Runde um Runde rückte Toms aber immer näher an Patrik heran, bis er ihn nach gefühlten 50 Runden greifen konnte.

fxddays9Somit gingen die Minidrom-Siege bei Frauen und Männern komplett verdient und hart erkämpft nach Riga und die TRU FIX KRU bzw. SHE FIX.

UNSER FAZIT

Die Organisation im Vorfeld war echt harte Arbeit, die einiges an Zeit und Nerven gekostet hat. Und auch am Messe-Wochenende war die Durchführung der Events nicht minder stressig. Belohnt wurden wir jedoch mit unglaublich viel Spaß. Wir haben eine Menge Freunde getroffen, neue Leute kennengelernt und hatten alle spaß am Fixed fahren, das war großartig. Der spontane Wintereinbruch ist ein harter Hund gewesen, aber wir waren härter. Alle Events sind, mit der einen oder anderen Widrigkeit, so gut gelaufen, wie wir sie uns nur vorstellen konnten und wir sind froh und stolz, dass am Ende alles so gut funktioniert hat.

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Vielen Dank an alle Unterstützer im Vorfeld – von der Organisation bis zum Bauen der Sieger-Trophäen – und während der Durchführung der Events. Ihr wisst wer gemeint ist.

Ein weiterer Dank geht an die Sponsoren für das Ritzelwerfen am GOLDSRPINT Stand. Wir bedanken uns für Preise von GOLDSPRINT BERLIN, DOCK 11 und BLAHOL MESSENGER BAGS, sowie SUBTIL BIKES.

Final möchten wir noch Tobi aus der Fahrradpraxis, der als Zuschauer bei dem Unfall während des Criterium verletzt wurde, gute Besserung und eine baldige Rückkehr aufs Bike wünschen.

Mehr Bilder vom Event und der Fahrradschau findet ihr in diesem Flickr Album. Besonderer Dank für die Bilder gilt Anne deren tumblr Blog ihr mal besuchen solltet.

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